Professionelles Hygienemanagement
Wir, das Hygieneteam vom Verbundkrankenhaus Linz-Remagen, nehmen das Thema Krankenhaushygiene und die damit verbundene Patientensicherheit, sehr ernst. Unser wichtigstes Ziel ist die Vermeidung von Krankenhausinfektionen. Wir sorgen für die Risikominimierung, indem wir Hygiene- und Desinfektionspläne erstellen und regelmäßige Schulungen für unsere Mitarbeiter:innen organisieren. Denn die Gesundheit unserer Patient:innen steht für uns an erster Stelle.
"Die Hygiene ist weniger eine Wissenschaft als eine Tugend."
Jean-Jaques Rousseau (1712-1778)
Franziskus Krankenhaus
Magdalena-Daemen-Str. 20
53545 Linz/Rhein
Telefon: 02644 55-5300
Email: a.steffek@krankenhaus-linz.de
Garantiert hoher Hygienestandard
Um die hohen Hygienestandards einzuhalten und zu garantieren, werden die 13 wichtigsten infektionsrelevanten Erreger, darunter auch MRSA, ESBL und VRE, täglich erfasst. Patient:innen mit Risikopotenzial werden außerdem bei ihrer Aufnahme auf bestimmte "mitgebrachte" Erreger untersucht.
Für unsere Patient:innen und Besucher:innen liegen im Haus Merkblätter zu verschiedenen Fragestellungen rund um das Thema Krankenhaushygiene bereit. Sie können sich jedoch auch bei Fragen oder Anregungen gerne an uns wenden.
Die Hygienekommission tagt regelmäßig
Sie unterstützt die Krankenhausleitung in seiner Aufgabe, die organisatorischen und personellen Voraussetzungen für die Erhaltung der Grundsätze der Hygiene im Krankenhaus sicherzustellen und für die Durchführung der notwendigen Hygienemaßnahmen zu sorgen.
Die Aufgaben der Kommission sind:
- Erstellung von Arbeitsanleitungen, Desinfektions- und Hygieneplänen unter Berücksichtigung von gesetzlichen Regelungen, Verordnungen, Richtlinien und anerkannten Regeln der Technik und deren Fortschreibung
- Erarbeitung von Hygienekonzepten und Mitwirkung bei der Einhaltung der Regeln der Krankenhaushygiene
- Ermittlung spezifischer Infektionsrisiken innerhalb der klinischen Abläufe und daraus resultierend Entwicklung von Verfahrensanweisungen
- Mitwirkung bei der Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankenhausinfektionen durch allgemeine und spezifische Beratung und Mitarbeiterschulungen
- Mitwirkung bei der Auswahl hygienerelevanter Verfahren und Produkte, sowie von Hilfsmitteln einschließlich der Ver- und Entsorgung
- Mitwirkung bei der Planung funktioneller und baulicher Maßnahmen
- Vorbereitung und Mitwirkung bei den Sitzungen der Hygienekommissionen und enge Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden und anderen Mitgliedern der Kommission
- Mitarbeit im Ausbruchmanagement bei Epidemien, Pandemien, gehäuftem Auftreten nosokomialer Infektionen
Um die hohen Hygienestandards jederzeit zu garantieren, finden sich in jeder Abteilung Hygienebeauftragte, die die Empfehlungen des RKI verantwortungsbewusst umsetzen.
Welche Anstrengungen unternimmt die Krankenhaushygiene, um das Risiko einer Wundinfektion, insbesondere mit dem gefährlichen MRSA-Keim (Methicillin-Resistenten Staphylococcus aureus), zu minimieren?
Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) in Berlin und in Analogie zum Prozedere in den Niederlanden hat das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen eine MRSA-Leitlinie erstellt. Danach werden unsere Patient:innen bei ihrer Aufnahme in Risikogruppen eingestuft. Je nach Risikogruppe wird dann bei Aufnahme ein Abstrich von der Rachen- und Nasenschleimhaut gemacht und auf MRSA untersucht.
Im Falle eines positiven Befundes oder bei bereits bekannter MRSA-Besiedlung werden die Betroffenen isoliert. Nach einem festgelegten Konzept werden sie dann mittels antibiotischer Salben und desinfizierender Körperwaschungen behandelt.
Das gesamte Verfahren ist standardisiert und dient dazu, die Verbreitung von resistenten Keimen im Krankenhaus zu verhindern und somit auch das Risiko für gefährliche Krankenhausinfektionen zu minimieren.
Alle diese Maßnahmen und Anstrengungen haben dazu geführt, dass die Infektionsrate mit MRSA im Verbundkrankenhaus Linz-Remagen deutlich gesunken ist. Dennoch bleibt immer ein gewisses Restrisiko für jeden Patienten, der sich zwecks einer Behandlung oder Operation in ein Krankenhaus begeben muss.