Zertifiziert für die Zukunft
Mit der DIN EN ISO 50001 schafft das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen Transparenz, Effizienz und jährlich messbare Fortschritte beim Energieverbrauch Linz am Rhein. Das Verbundkrankenhaus hat erfolgreich die Zertifizierung seines Energiemanagement-Systems durch den TÜV abgeschlossen. Damit erfüllt die Einrichtung nicht nur die gesetzlichen Vorgaben, die seit dem vergangenen Jahr auch kleinere Krankenhäuser zur Einführung eines systematischen Energiemanagements verpflichten, sondern setzt zugleich ein starkes Zeichen für Effizienz und Ressourcenschonung im Gesundheitswesen.

v.l.n.r. Geschäftsführer Thomas Werner, Assistenz der Geschäftsführung Jolanda Pott, Technischer Leiter Mario Heuser und Qualitätsmanagementbeauftragte Kerstin Güntzel
Anspruchsvolle Zertifizierung erfolgreich gemeistert
In Zeiten steigender Energiekosten und zunehmender Anforderungen an den Klimaschutz ist es wichtiger denn je, Ressourcen bewusst und effizient einzusetzen. Das Verbundkrankenhaus möchte deshalb mit gutem Beispiel vorangehen. Das neue Energiemanagement-System sorgt dafür, dass der Energieverbrauch an beiden Standorten transparent erfasst, kontinuierlich überwacht und detailliert analysiert wird. Auf dieser Basis können gezielt Maßnahmen entwickelt werden, die nicht nur den Energieverbrauch reduzieren, sondern auch das Bewusstsein für Ressourcenschonung im gesamten Haus stärken.
Ein entscheidender Aspekt ist dabei die Mitarbeitereinbindung: Jeder Einzelne trägt mit seinem Verhalten dazu bei, dass das System wirkt. Ob Pflege, Verwaltung, Technik oder medizinischer Bereich – jeder Beitrag zählt. Durch Schulungen und interne Kommunikation wird dieses Bewusstsein stetig geschärft.
Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 erfolgte in einem zweistufigen Verfahren durch den TÜV. Mehrere Tage lang wurden alle relevanten Unterlagen, energetischen Bewertungen und Nachweise umfassend geprüft und bewertet. „Es war ein intensiver Prozess, bei dem wir vieles neu aufbereiten mussten. Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun die Zertifizierung in den Händen halten. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Technischer Leiter und Mitglied des Energieteams Mario Heuser.
Konkrete Ziele für die Zukunft
Mit der erfolgreichen Zertifizierung ist der Grundstein gelegt – doch das Verbundkrankenhaus möchte noch mehr erreichen. Klare Energieziele sind dabei festgeschrieben: Jedes Jahr soll eine Verbesserung der Energieeffizienz um mindestens 2 Prozent zum Ausgangswert erzielt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Krankenhaus auf ein Bündel an Maßnahmen. Neben der regelmäßigen Erfassung und Analyse der Energiekennzahlen gehört insbesondere die energetische Bewertung von Investitionen dazu. Bei jeder größeren Anschaffung wird geprüft, welche Variante langfristig energiesparender arbeitet und wie sie sich in die bestehenden Systeme integrieren lässt. „Wir wollen nicht nur kurzfristig Energie sparen, sondern unsere Strukturen so gestalten, dass wir auch in den kommenden Jahren Schritt für Schritt effizienter werden“, betont Qualitätsmanagementbeauftragte und Mitglied des Energieteams Kerstin Güntzel.
Darüber hinaus stehen weitere Maßnahmen auf dem Plan: die Optimierung der raumtechnischen Ausstattung, die Digitalisierung von Steuerungssystemen sowie die kontinuierliche Sensibilisierung aller Mitarbeitenden für den achtsamen Umgang mit Energie.
Ein Schritt mit Signalwirkung
Gerade für ländliche Krankenhäuser ist dieser Schritt von besonderer Bedeutung: Trotz oft begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen zeigt die Zertifizierung, dass auch kleinere Standorte den hohen Anforderungen gerecht werden können. Ein effizientes Energiemanagement entlastet die Budgets und trägt gleichzeitig zu einer nachhaltigen Gesundheitsversorgung bei. „Wir wissen, dass viele Einrichtungen denselben Prozess durchlaufen müssen. Umso stolzer sind wir, dass wir diese Herausforderung erfolgreich gemeistert haben. Es geht dabei nicht nur um die Einhaltung von Pflichten, sondern auch um die Chance, gemeinsam im Gesundheitswesen einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz zu leisten“, so Jolanda Pott, Assistentin der Geschäftsführung und Mitglied des Energieteams.
