26.03.2025 - 12:36

Der Monat März ist dem Thema Darmkrebs gewidmet

 

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen, jährlich erkranken rund 55.000 Menschen daran. Dabei lässt sich die Erkrankung bei frühzeitiger Behandlung gut therapieren und durch echte Vorsorge sogar verhindern. Denn Darmkrebs entwickelt sich überwiegend aus ursprünglich gutartigen Schleimhautveränderungen in der Darmwand. Werden die Polypen im Rahmen einer Vorsorge-Darmspiegelung entdeckt und entfernt, kann aus ihnen kein Darmkrebs mehr entstehen.

 

"Dieser Krebs kann leicht verhindert werden. Durch die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen können bereits kleinste Tumorvorstufen erkannt und gezielt behandelt werden. In Deutschland haben wir hierfür ein Vorsorgeprogramm entwickelt, das unsere Patient:innen nichts kostet, nur vielleicht ein wenig Überwindung", erklärt Dr. David Medick, internistischer Chefarzt und Facharzt für Gastroenterologie am Verbundkranken Linz-Remagen.

 

Dabei ist die Sorge vor einer Untersuchung unbegründet, erklärt der Mediziner. „Durch die mittlerweile  schonende Vorbereitung zur und die sehr gut verträgliche Sedierung, braucht niemand mehr Sorge vor einer Koloskopie haben. Oft fragen die Patient:innen nach der Untersuchung: Und wann geht´s jetzt los?"

 

Ab frühestens April 2025 wird die Altersgrenze für die Vorsorge-Koloskopie bei Frauen von 55 auf 50 Jahre gesenkt. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte am 16. Januar 2025 beschlossen, den Leistungsanspruch für Früherkennungsuntersuchungen auf Darmkrebs künftig einheitlich und damit einfacher auszugestalten: Frauen und Männer können dann ab dem Alter von 50 Jahren die gleichen Angebote des Darmkrebs-Screenings wahrnehmen.

 

Diese Leistungen stehen dann jedem gesetzlich Versicherten kostenfrei zur Verfügung:

 

  • Darmspiegelung: Frauen und Männer können ab 50 Jahren zweimal eine Darmspiegelung (Koloskopie) im Abstand von zehn Jahren durchführen lassen.
  • Stuhltest: Alternativ zur Darmspiegelung können Frauen und Männer ab 50 Jahren alle zwei Jahre einen Stuhltest machen. Wer sich zehn Jahre nach der ersten Darmspiegelung gegen eine zweite entscheidet, kann stattdessen Stuhltests machen. Bei auffälligen Stuhltests besteht außerdem immer ein Anspruch auf eine Darmspiegelung zur weiteren Abklärung.

 

Die Vorsorgedarmspiegelung ist ein wichtiges Instrument, Vorstufen des Darmkrebses zu identifizieren und während einer Untersuchung sogar heilen zu können. Einfacher lässt sich ein Krebs nicht verhindern.

 

Das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen gehört zu den Krankenhäusern der Region, die in allen Teilgebieten der Inneren Medizin fachärztliche Qualität anbieten. Zur ambulanten und stationären Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes steht eine medizin-technisch hochwertige Ausstattung - darunter hochmoderne Endoskope - zur Verfügung. Neben den Krankenhäusern in Linz und Remagen bieten die zwei Praxen für Gastroenterologie der Medizinischen Versorgungszentren in Remagen und Linz die ambulante Darmspiegelung an.